Infographics – Visualisierung oder Kunst?

(c) Cheryl Graham 2010

10.02.2013

Zunächst einmal zum Begriff der Infographics. Hierbei handelt es sich um bildliche und damit vereinfachte und vor allem ansprechende Darstellungen von mehr oder weniger komplexen Inhalten. Anstatt langweiliger Säulen- oder Kuchendiagramme finden sich hier interessante und zum jeweiligen Thema passende visuelle Aufbereitungen.

Ein kleines Beispiel ist diese Darstellung zur Verteilung der Grundschulklassengröße. Super nett finde ich natürlich das gewählte Layout mit dem linierten Blatt sowie die Bleistifte. (Quelle: Cheryl Graham: Spice Up Your Graphs with Column Designs. http://vector.tutsplus.com/tutorials/designing/quick-tip-spice-up-your-graphs-with-column-designs/, Oktober 2010.)

Infographics transportieren Inhalte auf anschauliche Art und Weise und sollen Lust aufs Hin- und Anschauen machen. Und das gelingt ihnen wirklich. Warum das so ist? Ich denke, durch die andere Art der Strukturierung, die Verwendung von klaren, einfachen Icons macht’s so spannend.

Vor einiger Zeit bin ich erstmals über INGRAPHICS gestolpert, ein großformatiges, haptisch angenehm anzufassendes Magazin voller Infografiken. Leider gibt es das nur selten im Zeitungsladen um die Ecke zu kaufen. Ich hatte es damals am Flughafen München erstanden – und bin seither begeisterter Fan. Jedes Mal, wenn ich am Airport bin, kaufe ich mir das neueste Exemplar – eine der besten Lektüren, die ich mir für einen Flug vorstellen kann.

Vor allem auch, weil oftmals aktuelle und mitunter auch brisante Themen aufgegriffen werden, die die Menschen bewegen, wie zum Beispiel die Olympischen Spiele, politische Bewegungen oder der Klimawandel.

Ich “ertappe” mich dann selber immer wieder dabei, mir Themen genau anzusehen, Hintergründe verstehen zu wollen, die mich sonst vielleicht nicht so angezogen hätten. Physikalische Zusammenhänge, die Verwendung verschiedener Farbpaletten von Malern aus dem 19 Jahrhundert oder die Verteilung von Regierungs- und Staatsformen der Welt, um ein paar Beispiele zu nennen. Aber gut gemachte Visualisierungen lenken meine Aufmerksamkeit eben auf jedes erdenkliche Gebiet.

Und das ist auch gut so. Denn wie mir ergeht es sicher vielen anderen auch: freiwilliges Lernen ist spannend, befriedigt die menschliche Neugier und macht Spaß. Horizonterweiterung leicht gemacht.

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