Mitstreiter



 

20.02.2013


Also, ich weiß nicht. Schon wieder wird in Deutschland gestreikt. Heute sitzt man am Hamburger Flughafen oder schlittert vorsichtig durch Niederbayern. Ich habe den Eindruck, dass streiken neuerdings wieder voll im Trend liegt.

Geht's denn wirklich nicht anders? Da bin ich mir nicht so sicher. Wo sind denn all unsere Mediatoren, Schlichter und Konfliktexperten? Wahrscheinlich alle noch im Winterschlaf.

Ach ja, wer wissen will, wo seine Gewerkschaftsmitgliedsbeiträge so hingehen: beispielsweise in Grabkränze. So letzte Woche live miterlebt: Eine ehemalige Postangestellte, früher bei der Postgewerkschaft, war verstorben. ver.di scheute keine Mühen und Kosten, einen Kranz beizusteuern (er war RIESIG!) sowie einen dicken Gewerkschaftsvertreter, der die Verstorbene in höchsten Tönen lobte. Direkt im Anschluss an die Abschiedsworte des Pfarrers und auch als einziger weiterer Redner. Ich fand's etwas befremdlich, unpassend und zu dominant.

Ich wünschte nur, meine Erkältung würde langsam mal streiken.

1000 Bilder sagen mehr als 1000000 Worte

15.02.2013


ROCKETPICS hat ein neues Gesicht bekommen: edelgrau und federleicht geht's in die Fastenzeit.

Neben den bereits vorhandenen 7 inhaltlichen Kategorien gibt's jetzt 2 ganz neue:

  1. NEUE ROCKETPICS zeigt alle seit der letzten Version neu hinzugekommenen Bilder auf einen Blick. Diesmal waren's knapp 150 neue Visuals, und damit haben wir die 1000er-Marke überschritten. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. 1000 Bilder sagen mehr als 1000000 Worte.

  2. FAVORITEN: Hier lassen sich die persönlichen Lieblingsbilder hinspeichern und sammeln. Für einen guten Überblick und einfachen Export in die Dropbox oder den Versand per E-Mail.


Und das ist erst der Anfang! Denn das hinter ROCKETPICS steckende App-&-Web-Team feine bande hat nun auch unter anderem seine Unterstützung von Android angekündigt. Damit sich endlich auch alle Nicht-Apple-Nutzer an ROCKETPICS erfreuen und ihre Präsentationen mit passenden und ebenso witzigen Bildern aufpeppen können.

Infographics – Visualisierung oder Kunst?


10.02.2013


Zunächst einmal zum Begriff der Infographics. Hierbei handelt es sich um bildliche und damit vereinfachte und vor allem ansprechende Darstellungen von mehr oder weniger komplexen Inhalten. Anstatt langweiliger Säulen- oder Kuchendiagramme finden sich hier interessante und zum jeweiligen Thema passende visuelle Aufbereitungen.

Ein kleines Beispiel ist diese Darstellung zur Verteilung der Grundschulklassengröße. Super nett finde ich natürlich das gewählte Layout mit dem linierten Blatt sowie die Bleistifte. (Quelle: Cheryl Graham: Spice Up Your Graphs with Column Designs. http://vector.tutsplus.com/tutorials/designing/quick-tip-spice-up-your-graphs-with-column-designs/, Oktober 2010.)

Infographics transportieren Inhalte auf anschauliche Art und Weise und sollen Lust aufs Hin- und Anschauen machen. Und das gelingt ihnen wirklich. Warum das so ist? Ich denke, durch die andere Art der Strukturierung, die Verwendung von klaren, einfachen Icons macht's so spannend.

Vor einiger Zeit bin ich erstmals über INGRAPHICS gestolpert, ein großformatiges, haptisch angenehm anzufassendes Magazin voller Infografiken. Leider gibt es das nur selten im Zeitungsladen um die Ecke zu kaufen. Ich hatte es damals am Flughafen München erstanden - und bin seither begeisterter Fan. Jedes Mal, wenn ich am Airport bin, kaufe ich mir das neueste Exemplar - eine der besten Lektüren, die ich mir für einen Flug vorstellen kann.

Vor allem auch, weil oftmals aktuelle und mitunter auch brisante Themen aufgegriffen werden, die die Menschen bewegen, wie zum Beispiel die Olympischen Spiele, politische Bewegungen oder der Klimawandel.

Ich "ertappe" mich dann selber immer wieder dabei, mir Themen genau anzusehen, Hintergründe verstehen zu wollen, die mich sonst vielleicht nicht so angezogen hätten. Physikalische Zusammenhänge, die Verwendung verschiedener Farbpaletten von Malern aus dem 19 Jahrhundert oder die Verteilung von Regierungs- und Staatsformen der Welt, um ein paar Beispiele zu nennen. Aber gut gemachte Visualisierungen lenken meine Aufmerksamkeit eben auf jedes erdenkliche Gebiet.

Und das ist auch gut so. Denn wie mir ergeht es sicher vielen anderen auch: freiwilliges Lernen ist spannend, befriedigt die menschliche Neugier und macht Spaß. Horizonterweiterung leicht gemacht.

Wir kommen zu zweit – und das für einen guten Zweck.


22.01.2013


Neu seit diesem Jahr ist bei sprachmuster nämlich die Einführung des Lilly-Rabatts: Dürfen wir zu zweit zu einem Inhouse-Training, -Workshop oder einer Moderation kommen, dann darf ein bestimmter Betrag von der Rechnungssumme abgezogen werden.

Und dieser wiederum kommt - gedoppelt sozusagen - zusätzlich einem guten Zweck zugute. Zum Beispiel den Ärzten ohne Grenzen, für die ich mich schon seit längerem engagiere. Oder einem Tierschutzprojekt oder einem Tierheim (wie z.B. dem Tierheim Garmisch). Je nach dem, was gerade ansteht. Ich werde jeweils berichten. Auf jeden Fall hat so jeder was davon: Kunde, Empfänger, Hund & Halter.

Ach ja, Lilly ist super brav und absolut ruhig, bellt nicht und beißt natürlich nicht. Ist Allergiker-geeignet, denn sie haart nicht. Sie ist Seminare und viele neue Leute gewöhnt und bleibt während der Veranstaltung lieber etwas abseits auf ihrem Platz. Bei Veranstaltungs-Beginn lässt sich eine Art "magischer Aus-Knopf" bedienen. Jedenfalls hat man das Gefühlt, denn man spürt sie wirklich so gut wie gar nicht.

Das einzige, was passieren kann: Bei allzu ruhigen, entspannten Parts oder langweiligen Präsentationen  kann es vorkommen, dass sei einschläft und zu träumen beginnt.

Eine Freundin bemerkte neulich, dass man für Lillys Anwesenheit eigentlich mehr zahlen sollte. Denn sie verbreitet bei allen Beteiligten stets gute Laune, beruhigt die Gemüter und sorgt für eine gelungene Abwechslung.

Es freuen sich auf zahlreiche Buchungen und grüßen mit Herz & Schnauze

Manuela & Lilly

 

 

 

Ha! So ist recht!

17.01.2013


Der Winter ist zurück. Und das ist gut so. Jetzt macht es noch viel mehr Spaß, ins Atelier zu gehen als sonst! Denn Lilly und ich legen den Weg zwischen dem Glockenbachviertel und Schwabing zu Fuß, 4 Kilometer durch mehr oder weniger dicken Schnee stapfend, zurück. Und das gleich zwei Mal täglich. Das bringt gute Laune und macht den Kopf frei. Bei Mensch und Hund.

Dabei ist's nicht nur die wunderschöne Schneelandschaft und die damit verbundene, ganz spezielle Ruhe, die gedämpfte Stille, die die Stadt unter ihrer weißen Decke ausstrahlt. Es sind auch oder vor allem die Leute, meist ebenfalls Hundebesitzer, denen man begegnet und mit denen man hier und da ein kleines Pläuschchen hält. Aber auch der Schneeräumer von der Stadt, der Hausmeister am Eck, die Kaffeehausdame - man kennt sich, grüßt sich nett, winkt kurz oder nickt sich zu.

Bald geht's wieder auf den Heimweg: hinein in den Englischen Garten, am Zaun der Universitäts-Tierklinik entlang, am Milchhäusl vorbei, das P1 passierend, durch den Hofgarten, über den Odeonsplatz, die Auslagen des Dallmayr betrachtend, quer über den Marienplatz, am Alten Peter vorbei, zwischen Stadtmuseum und Synagoge hindurch, entlang der Feuerwache, zum Marionettentheater und nach Hause - das wird ein Spaß!

Gute Stimmung

 06.01.2013


Oh, dieser Regen! Seit Wochen geht das so. Doch hat er auch seine Vorteile. Zum Beispiel dass Lilly keine Lust hat, spät abends noch ihre große Runde zu drehen. Ich Zeit habe, länger Liegengebliebenes aufzuarbeiten. Und wir bereits am Nachmittag ins Kino gehen können.

Heute wollen wir uns im 100-jährigen Arena um die Ecke "Die Köchin und der Präsident" anschauen. Und damit hoffentlich unseren Frankreich-Kurzurlaub gefühlsmäßig nochmal zumindest für 90 Minuten zurückholen können. Leckerste französische Kochkunst inklusive, nur absolut kalorienfrei. Was den Film für mich außerdem interessant macht, ist, dass er auf einer wahren Geschichte basiert. Also wagen wir heute einen Blick hinter die Kulissen des Leben der anderen.

Vive la France! Vive la pluie! Das hebt doch gleich die Stimmung.

Planspiel trifft Visualisierung

02.01.2012


Bereits im Sommer 2012 fanden wir unser Tête-à-Tête sehr befruchtend und Grund genug, weiter verfolgt zu werden.

Planspiel-Experte Eric Treske von intrestik und ich führten mit ein paar handverlesenen Teilnehmern ein kleines Experiment durch: zwei kleine Gruppen bekamen eine Aufgabe, Eric leitete durch das Spiel, während ich alles live mitvisualisierte: den Start, die Phasen, die Zitate, die Zwischen- und Endergebnisse, ja selbst non-verbale Beobachtungen wurden aufgezeichnet. Einen kleinen Ausschnitt davon sieht man hier (insgesamt war das Werk 1,2 m hoch und ca. 3,5 m breit).

Die visuellen Ergebnisse dienten dazu, referenziert und von der Gruppe reflektiert zu werden. Es funktionierte wunderbar! Denn im Gegensatz zu "normalen" Planspielen hatten die Teilnehmer nun eine bildliche Dokumentation vor Augen, mussten sich nicht mehr nur auf das subjektiv Erinnerte verlassen. Die Bilder und Symbole, die den Text ergänzten, dienten dabei als eingängige und leicht verständliche Unterstützung.

Unser Fazit: Die beiden Methoden ergänzen sich bestens. Sie ergeben mehr als die Summe der Teile. Eine echte Bereicherung für alle Beteiligten.

Daher planen wir für das neue Jahr, die beiden Formate als Kombi anzubieten. Wie genau das Päckchen aussehen wird, das werden wir in den nächsten Zeit definieren. Es bleibt also auch für uns spannend - so ist recht! News wie immer hier im Blog.


Die neue Lässigkeit

31.12.2012


Ui, wie ich mich auf 2013 freue! Die 13 ist ja schon mal grundsätzlich gut, sie ist eine meiner Glückszahlen. Schließlich habe ich an einem 13. geheiratet. An einem Freitag natürlich. Und jetzt gibt's ein Jahr lang jeden Tag Glück!

Okay, einen kleinen Beitrag muss man schon immer dazu leisten. Von ganz allein kommt eben nichts, auch das Glück muss man zuweilen ein bisschen aus der Reserve locken.

Wie das geht?

Mit viel Geduld und Spucke. Mit Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge, die uns allzu oft als gegeben erscheinen. Mit Zeit zum Hinschauen, zum Wahrnehmen und Spüren. Dabei ist sich selbst spüren eine Grundvoraussetzung. Viele können das gar nicht mehr. Was brauche ich, was will mein Körper, was tut meinem Geist gut?

Davon kann ich ein Lied singen. Im vergangenen Jahr habe ich mich viel zu oft abgehetzt, bin von einem Termin zum anderen gehechtet, habe schnell noch dieses, dann jenes erledigt, immer weiter und so fort. Familie und Freunde kamen dabei zu kurz, das ist klar, aber auch ich selber. Ich wollte alles, was ich mir vorgenommen hatte, schaffen. Und zwar ganz alleine und möglichst schnell. Die fehlenden Ruhepausen sorgten schließlich dafür, dass ich kurz vor dem Kollaps stand.

Das soll mir dieses Jahr auf keinen Fall wieder passieren. Am Telefon wünschte mir mein Vater heute "etwas Lässigkeit" fürs Neue Jahr. Nur ein bisschen, das würde schon reichen für ganz viel mehr Wohlbefinden. Ich denke, das hört sich gut an und soll mich 2013 begleiten. Lässigkeit und ab und zu innehalten. Zeit für sich selber nehmen. Freiraum schaffen. Auftanken. Und erst dann weitermachen.

Ich wünsche allen eine gute Portion Lässigkeit - in jeder Hinsicht und jeder die Art von Lässigkeit, die er braucht.

In diesem Sinne auf ein glückliches, gelassenes Neues Jahr!

Lust und Frust

29.12.2012


Ha! Heute ist ein ganz besonderer Tag. Allerdings wird es Zeit, etwas zu tun, für Bewegung zu sorgen, man wird schließlich nicht jünger.  Das Jaegerthal lädt mit blauem Himmel dazu ein. Lilly ist schon ganz ungeduldig (na ja, noch nicht so ganz, sie liegt noch auf der Seite und träumt; aber gleich, sobald ich mit ihrem Halsband klappere, wird sie nicht mehr zu halten sein vor Freude).

In Spuckweite liegt ein kleiner See, um den ich bereits gestern meine Runde gedreht habe. Dabei dachte ich mir, dass ich ja ganz schön fit sei, die 5 km so schnell und vor allem so locker absolviert zu haben - und das, obwohl ich schon ewig nicht mehr trainiert hatte. Im Nachhinein stellte sich allerdings heraus, dass es sich bei der Distanz "1 x um den See herum" höchstens um 2,5 km handelt. Hmpf!

Also nix wie raus an die frische Luft, ich brauche heute viel Platz - im Bauch für Geburtstagstörtchen und Croissants, im Kopf für neue Ideen!

Dem Paradies so nah


Es existiert ein Fleckchen Erde, das es uns angetan hat: das Jaegerthal im Nordelsass, zwischen Wäldern und Burgen, Feldern und Seen gelegen.

In diesem Tal gibt es eigentlich nicht sehr viel zu sehen, zumindest nicht auf den ersten Blick. Es ist ruhig, "viel Gegend", würden die Trierer sagen. Auf den zweiten Blick jedoch gibt es jede Menge zu entdecken. Wie zum Beispiel das alte Schulhaus, das, liebevoll renoviert, jetzt wunderschöne Feriendomizile beherbergt. Oder das alte Kraftwerk "Maison de la Turbine", das uns an das Münchener Tivoli im Englischen Garten erinnert, in dem wir seinerzeit geheiratet haben.

Sehr interessant ist auch die Ruine einer alten Fabrik, gespenstig wie beeindruckend zugleich. Dann das charmante, einfache Hotel Jaegerthal mit seiner gutbürgerlichen Küche oder das winzige, immer noch von zwei Nonnen bewohnte Kloster, die kleine Kirche und das alles überragende Anwesen des alten Barons, der allerdings mittlerweile die meiste Zeit in Singapur weilt.

Es ist alles irgendwie ehrwürdig, erhaben und zeugt von einer großen Vergangenheit. Nur etwas verschlafen und verwunschen. Ein Ort der Kraft und Inspiration.

Einzig Lilly sorgt ab und zu für Aufregung, wenn sie den Hasen hinterher jagt. Dem Paradies so nah. Aber hoffentlich nicht dem Himmel so nah, denn auf die Jäger muss man schon Acht geben...